Absetzung für Abnutzung (AfA)

June 20, 2025
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4 Min. Lesezeit

Büromöbel und Kartons in einem leeren, weißen Raum, zwei Bürostühle mit Schutzfolie, ein Schreibtisch mit einer Lampe und mehreren gestapelten Umzugskartons.

Was bedeutet Absetzung für Abnutzung (AfA)?

Mit der Absetzung für Abnutzung verteilst Du die Anschaffungskosten abnutzbarer Wirtschaftsgüter auf ihre Nutzungsdauer. So setzt Du zum Beispiel Maschinen, Computer oder Büroausstattung nicht auf einmal, sondern über mehrere Jahre steuerlich ab.

Inhaltsverzeichnis

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Kurz zusammengefasst

Die Absetzung für Abnutzung, kurz AfA, bildet den Wertverlust abnutzbarer Wirtschaftsgüter steuerlich ab. Statt die gesamten Anschaffungskosten sofort geltend zu machen, verteilst Du sie auf die vorgesehene Nutzungsdauer. Wie lange Du ein Wirtschaftsgut abschreibst, richtet sich unter anderem nach den AfA-Tabellen der Finanzverwaltung.

Wann ist die AfA für Dich relevant?

Die AfA betrifft Dich, wenn Du abnutzbare Wirtschaftsgüter über einen längeren Zeitraum für Dein Unternehmen nutzt. Das gilt für Selbstständige und Freiberufler ebenso wie für Unternehmen, die ihren Gewinn per Bilanz oder Einnahmenüberschussrechnung ermitteln. Die rechtliche Grundlage bildet insbesondere § 7 EStG. Für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verschiedener Wirtschaftsgüter geben die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung Orientierung.

Entscheidend ist, dass ein Wirtschaftsgut durch Nutzung oder Zeit an Wert verliert. Genau diesen Werteverzehr bildet die Abschreibung über mehrere Jahre ab.

Welche Wirtschaftsgüter kannst Du abschreiben?

Abschreiben kannst Du abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Wert durch Gebrauch oder Zeit sinkt. Dazu gehören beispielsweise Fahrzeuge, Maschinen und Geräte, Computer, Hard- und Software sowie Büro- und Geschäftsausstattung. Auch Immobilien können unter bestimmten Voraussetzungen abgeschrieben werden.

Grundstücke und Wertpapiere gehören dagegen nicht dazu. Sie gelten steuerlich nicht als abnutzbare Wirtschaftsgüter.

Wie funktioniert die Absetzung für Abnutzung?

Bei der AfA verteilst Du die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts auf seine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Ein einfaches Beispiel: Du kaufst einen Laptop für 1.500 Euro. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von drei Jahren verteilen sich die Kosten bei linearer Abschreibung gleichmäßig auf diesen Zeitraum.

JahrAnteilAbschreibung1. Jahr1/3500 €2. Jahr1/3500 €3. Jahr1/3500 €

Statt die gesamten 1.500 Euro im Jahr der Anschaffung anzusetzen, berücksichtigst Du jedes Jahr 500 Euro. So bildet die Buchhaltung ab, dass Du den Laptop über mehrere Jahre nutzt.

Welche Abschreibungsmethoden gibt es?

Wie Du ein Wirtschaftsgut abschreibst, hängt von der zulässigen Abschreibungsmethode und den jeweiligen Voraussetzungen ab.

Lineare Abschreibung

Bei der linearen Abschreibung verteilst Du die Anschaffungskosten gleichmäßig auf die gesamte Nutzungsdauer. Der Abschreibungsbetrag bleibt jedes Jahr gleich.

Degressive Abschreibung

Bei der degressiven Abschreibung sind die Abschreibungsbeträge am Anfang höher und sinken anschließend. Sie ist nur unter bestimmten steuerlichen Voraussetzungen möglich.

Sonderabschreibung

Für bestimmte Investitionen können zusätzliche Sonderabschreibungen infrage kommen. Dafür gelten besondere steuerliche Voraussetzungen, die Du vor der Anwendung prüfen solltest.

Welche Vorteile bringt Dir die AfA?

Die AfA verteilt größere Anschaffungskosten über mehrere Jahre und bildet den Wert Deiner betrieblichen Wirtschaftsgüter nachvollziehbar ab. Die jährliche Abschreibung mindert Deinen steuerlichen Gewinn. Gleichzeitig kannst Du besser nachvollziehen, welchen Wert langfristig genutzte Wirtschaftsgüter noch haben.

Durch die regelmäßigen Abschreibungsbeträge werden größere Investitionen außerdem nicht ausschließlich einem einzelnen Geschäftsjahr zugerechnet. Das erleichtert die finanzielle Planung über mehrere Jahre.

Welche Fehler solltest Du vermeiden?

Fehler bei Nutzungsdauer, Anschaffungskosten oder Abschreibungsmethode können zu falschen Abschreibungsbeträgen führen. Ein häufiger Fehler ist eine falsch angesetzte Nutzungsdauer. Auch Nebenkosten wie Transport, Montage oder Zölle können zu den Anschaffungskosten gehören und damit die Grundlage für die Berechnung beeinflussen.

Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern solltest Du außerdem prüfen, welche Abschreibungsregel tatsächlich greift. Für sie können je nach Wert andere Regeln gelten als für die reguläre AfA. Wird ein bereits vollständig abgeschriebenes Wirtschaftsgut weiterhin im Unternehmen genutzt, verschwindet es zudem nicht automatisch aus der Buchführung.

Wann hilft Dir die AfA-Tabelle?

Die AfA-Tabellen helfen Dir dabei, die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer eines Wirtschaftsguts zu bestimmen. Die Tabellen der Finanzverwaltung enthalten Nutzungsdauern für zahlreiche Wirtschaftsgüter. Zusätzlich gibt es branchenspezifische Tabellen, die beispielsweise Besonderheiten in Bau, Gastronomie oder IT berücksichtigen.

Wenn Du nicht sicher bist, über welchen Zeitraum Du eine Anschaffung abschreiben musst, ist die passende AfA-Tabelle deshalb eine wichtige Orientierung.

Fazit: Investitionen über ihre Nutzungsdauer abbilden

Die Absetzung für Abnutzung sorgt dafür, dass Du die Kosten langfristig genutzter Wirtschaftsgüter über mehrere Jahre verteilst. Dadurch bildet Deine Buchhaltung den Wertverlust durch Nutzung und Zeit nachvollziehbar ab. Entscheidend sind vor allem die richtigen Anschaffungskosten, die passende Nutzungsdauer und eine zulässige Abschreibungsmethode. Die AfA-Tabellen helfen Dir dabei, die Nutzungsdauer richtig einzuordnen.

Weicher Verlauf von dunklem Blau links zu hellem Beige rechts.

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