Körperschaftssteuer

August 26, 2025
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4 Min. Lesezeit

Was ist Körperschaftssteuer?

Die Körperschaftssteuer ist die Einkommensteuer bestimmter juristischer Personen und Körperschaften. Dazu gehören insbesondere Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG. Grundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2027 beträgt der Körperschaftsteuersatz 15 Prozent.

Inhaltsverzeichnis

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Kurz zusammengefasst

Die Körperschaftssteuer betrifft insbesondere Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG. Sie wird auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens berechnet. Bis einschließlich 2027 liegt der allgemeine Steuersatz bei 15 Prozent. Erfahre, wer sie zahlen muss, wie Du die Steuer berechnest und welche Rolle Einkommen, Steuersatz und Solidaritätszuschlag spielen.

Wer muss Körperschaftssteuer zahlen?

Die Körperschaftssteuer betrifft Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die unter das Körperschaftsteuergesetz fallen. Dazu gehören insbesondere Kapitalgesellschaften wie:

  • GmbH
  • UG haftungsbeschränkt
  • AG

Auch Genossenschaften, bestimmte Vereine und weitere Körperschaften können körperschaftsteuerpflichtig sein. Dabei muss zwischen unbeschränkter und beschränkter Körperschaftsteuerpflicht unterschieden werden. Hat eine Körperschaft ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz im Inland, ist sie nach § 1 KStG grundsätzlich unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig, sofern sie zu den dort genannten Körperschaften gehört. Für steuerbegünstigte Körperschaften können wiederum besondere Steuerbefreiungen gelten.

Deshalb entscheidet die konkrete steuerliche Einordnung, ob und in welchem Umfang Körperschaftssteuer anfällt.

Wie berechnest Du die Körperschaftssteuer?

Die Körperschaftssteuer wird auf das zu versteuernde Einkommen der Körperschaft berechnet. Vereinfacht kannst Du für 2026 mit folgender Rechnung arbeiten: zu versteuerndes Einkommen × 15 % = Körperschaftssteuer Ein Beispiel:

Eine GmbH hat ein zu versteuerndes Einkommen von 100.000 Euro. Die Körperschaftssteuer beträgt: 100.000 Euro × 15 % = 15.000 Euro Zusätzlich kann auf die Körperschaftssteuer der Solidaritätszuschlag anfallen.

Damit ist die reine Körperschaftssteuer noch nicht die gesamte Steuerbelastung des Unternehmens. Insbesondere die Gewerbesteuer solltest Du zusätzlich berücksichtigen.

Wie hoch ist der Steuersatz?

Für den Veranlagungszeitraum 2026 beträgt die Körperschaftssteuer 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens. Dieser Steuersatz gilt auch noch für 2027. Nach der aktuellen Fassung des § 23 KStG wird der Körperschaftsteuersatz anschließend schrittweise gesenkt:

VeranlagungszeitraumKörperschaftsteuersatzbis 202715 %202814 %202913 %203012 %203111 %ab 203210 % Für Deine Steuerplanung solltest Du deshalb immer prüfen, welcher Steuersatz im jeweiligen Jahr gilt. Die Steuersenkung verändert außerdem nicht automatisch andere Unternehmenssteuern wie die Gewerbesteuer.

Was ist das zu versteuernde Einkommen?

Die Körperschaftssteuer wird nicht einfach auf Deinen Umsatz berechnet. Entscheidend ist das zu versteuernde Einkommen. Ausgangspunkt ist dabei das handelsrechtliche beziehungsweise steuerlich angepasste Ergebnis der Gesellschaft. Für die steuerliche Ermittlung gelten anschließend die Vorschriften des Körperschaftsteuer- und Einkommensteuerrechts.

Dabei können verschiedene steuerliche Korrekturen notwendig sein. Ein einfaches Beispiel zeigt den Unterschied: Eine GmbH erzielt einen Umsatz von 500.000 Euro. Nach Berücksichtigung ihrer Aufwendungen und der steuerlichen Vorschriften ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von 80.000 Euro.

Die Körperschaftssteuer wird dann nicht auf 500.000 Euro Umsatz berechnet. Maßgeblich sind die 80.000 Euro zu versteuerndes Einkommen. Deshalb solltest Du Umsatz, handelsrechtliches Ergebnis und zu versteuerndes Einkommen klar voneinander unterscheiden.

Welche Rolle spielt der Solidaritätszuschlag?

Zusätzlich zur Körperschaftssteuer fällt grundsätzlich Solidaritätszuschlag an. Er beträgt 5,5 Prozent der festgesetzten Körperschaftssteuer. Wichtig ist: Die 5,5 Prozent werden nicht direkt auf das Einkommen berechnet.

Ein Beispiel: Bei 100.000 Euro zu versteuerndem Einkommen ergeben sich 2026 zunächst: 15.000 Euro Körperschaftssteuer Darauf werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag berechnet:

15.000 Euro × 5,5 % = 825 Euro Zusammen ergeben sich damit: 15.825 Euro aus Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag.

Die Gewerbesteuer ist in diesem Beispiel noch nicht berücksichtigt.

Was unterscheidet Körperschaftssteuer und Einkommensteuer?

Beide Steuerarten knüpfen an Einkommen an. Sie richten sich jedoch an unterschiedliche Steuerpflichtige. Die Einkommensteuer betrifft insbesondere natürliche Personen. Die Körperschaftssteuer betrifft dagegen bestimmte juristische Personen und andere Körperschaften.

Ein Einzelunternehmen zahlt deshalb nicht selbst Körperschaftssteuer. Der Gewinn wird grundsätzlich der Unternehmerin oder dem Unternehmer zugerechnet und unterliegt dort der Einkommensteuer. Bei einer GmbH ist die Gesellschaft dagegen ein eigenes Steuersubjekt.

Sie zahlt auf ihr zu versteuerndes Einkommen Körperschaftssteuer. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn Du verschiedene Rechtsformen steuerlich miteinander vergleichst.

Was unterscheidet Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer?

Eine Kapitalgesellschaft kann sowohl Körperschaftssteuer als auch Gewerbesteuer zahlen. Beide Steuern funktionieren jedoch unterschiedlich. Die Körperschaftssteuer richtet sich nach dem zu versteuernden Einkommen und einem gesetzlich festgelegten Körperschaftsteuersatz.

Bei der Gewerbesteuer spielen dagegen unter anderem Gewerbeertrag, Steuermesszahl und der Hebesatz der jeweiligen Gemeinde eine Rolle. Dadurch kann die Gewerbesteuerbelastung je nach Standort unterschiedlich hoch ausfallen. Für eine GmbH reicht es deshalb nicht, bei der Steuerplanung nur mit dem Körperschaftsteuersatz zu rechnen.

Du musst mehrere Steuerarten gemeinsam betrachten.

Wann gibt es einen Freibetrag?

Beim Thema Körperschaftssteuer taucht häufig die Frage nach einem Freibetrag auf. Hier solltest Du genau unterscheiden. § 24 KStG sieht für bestimmte steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen einen Freibetrag von 5.000 Euro vor.

Dieser Freibetrag gilt jedoch ausdrücklich nicht für alle Körperschaften. Insbesondere typische Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG profitieren nicht einfach von einem allgemeinen Körperschaftsteuerfreibetrag. Deshalb solltest Du die 5.000 Euro nicht pauschal von jedem Einkommen einer Körperschaft abziehen.

Ob ein Freibetrag greift, hängt von der Art der Körperschaft und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Wie wird die Körperschaftssteuer gezahlt?

Die Körperschaftssteuer wird vom Finanzamt festgesetzt. Während des laufenden Jahres können Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen anfallen. Nach Ablauf des Veranlagungszeitraums wird die tatsächliche Körperschaftssteuer im Rahmen der Steuererklärung ermittelt.

Die bereits geleisteten Vorauszahlungen werden dabei berücksichtigt. Ergibt die endgültige Berechnung eine höhere Steuerschuld, kann eine Nachzahlung entstehen. Waren die Vorauszahlungen höher als die festgesetzte Steuer, kann sich eine Erstattung ergeben.

Für Deine Liquiditätsplanung solltest Du deshalb Steuerzahlungen frühzeitig berücksichtigen. Ein erwirtschafteter Gewinn steht Deinem Unternehmen nicht vollständig für Investitionen oder andere Ausgaben zur Verfügung, wenn darauf noch Steuern zu zahlen sind.

Was gilt für ausgeschüttete Gewinne?

Bei einer Kapitalgesellschaft musst Du zwischen der Besteuerung der Gesellschaft und der Besteuerung einer späteren Ausschüttung unterscheiden. Zunächst erzielt beispielsweise die GmbH ein Einkommen. Darauf können auf Ebene der Gesellschaft Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer anfallen.

Wird ein verbleibender Gewinn anschließend an GesellschafterInnen ausgeschüttet, kann die Ausschüttung auf Ebene der EmpfängerInnen erneut steuerliche Folgen haben. Welche Besteuerung dort gilt, hängt unter anderem davon ab, wer die Beteiligung hält und welche steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Deshalb lässt sich die gesamte Steuerbelastung einer GmbH nicht allein aus dem Körperschaftsteuersatz ableiten.

Gerade bei der Entscheidung zwischen Ausschüttung und Verbleib des Gewinns in der Gesellschaft solltest Du die konkrete Situation mit Deinem Steuerbüro abstimmen.

Wie unterstützt Dich orgaMAX bei der Vorbereitung?

Mit orgaMAX kannst Du Deine laufenden Geschäftsvorgänge und steuerrelevanten Daten strukturiert organisieren. Belege, Rechnungen und Buchungsdaten stehen dadurch zentral für Deine Buchhaltung zur Verfügung. Für die Zusammenarbeit mit Deinem Steuerbüro kannst Du Buchungsdaten im DATEV-Format exportieren. Je nach eingesetzter Lösung stehen außerdem DATEV-Cloud-Services oder ein Zugriff für Deine Steuerberatung zur Verfügung.

Damit kannst Du Deine laufenden Daten geordnet übergeben, statt Informationen für den Jahresabschluss nachträglich aus verschiedenen Quellen zusammenzutragen. Die eigentliche Berechnung und Erklärung der Körperschaftssteuer solltest Du davon klar unterscheiden. orgaMAX unterstützt Dich bei Buchhaltung und Datenübergabe.

Die steuerliche Einordnung Deiner Gesellschaft und die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens solltest Du mit Deinem Steuerbüro abstimmen.

Fazit: Körperschaftssteuer gehört zur Steuerplanung von Kapitalgesellschaften

Die Körperschaftssteuer betrifft insbesondere Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG und AG. Für 2026 beträgt der Steuersatz 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens. Zusätzlich können Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer anfallen.

Wichtig ist deshalb, nicht allein auf den Körperschaftsteuersatz zu schauen. Das zu versteuernde Einkommen, weitere Unternehmenssteuern und eine mögliche spätere Gewinnausschüttung beeinflussen ebenfalls Deine tatsächliche Steuerbelastung. Wenn Du Deine Buchhaltung laufend sauber führst und Deine Steuerzahlungen frühzeitig planst, schaffst Du eine verlässliche Grundlage für die Abstimmung mit Deinem Steuerbüro.

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